Richtlinien zum Bachelor-Studienprofil "Interaktive Systeme"

Die folgenden Empfehlungen gelten, wenn Sie das Studienprofil "Interaktive Systeme" bei Prof. Reiterer (AG Mensch-Computer Interaktion) gewählt haben. Den Rahmen dafür spannen die Prüfungsordnungen der Bachelor-Studiengänge Information Engineering bzw. Informatik. 

Als vertiefende Lehrveranstaltungen kommen alle von der AG Mensch-Computer Interaktion (Prof. Reiterer) angebotenen Vertiefungskurse in Frage. Die Auswahl derselben und auch die fachfremden Lehrveranstaltungen sollen in Rücksprache mit dem Mentor Prof. Reiterer festgelegt werden.

Hinweise zum Ablauf des "Seminars zum Bachelor-Projekt", des "Bachelor-Projekts" und der "Bachelor Arbeit"

Ziel des Bachelorabschlusses ist unter anderem die Vermittlung wissenschaftlicher Fähigkeiten und eine (angeleitete) wissenschaftliche Arbeitsweise. Hierunter zählt beispielsweise das Anfertigen einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit. Es wird nicht erwartet, dass die Ergebnisse auf wissenschaftlichen Tagungen publiziert werden können. Vielmehr wird solide Beherrschung des gelernten Methoden-Kanons sowie die eigenständige Anwendung desselben für eine komplexere Fragestellung erwartet.

Die Bachelor-Arbeit wird in Kombination mit dem Seminar zum Bachelor-Projekt und dem Bachelor-Projekt gesehen (siehe Abbildung 1). Daher erfolgt die Betreuung und Beratung des Seminars zum Bachelor-Projekt, des Bachelor-Projektes und der Bachelor-Arbeit in enger Abstimmung mit den Betreuern (Professor Reiterer sowie dem betreuenden Doktoranden).

Abbildung 1: Ablauf "Seminar zum Bachelorprojekt" - "Bachelorprojekt" - "Bachelorthesis"

I) Seminar zum Bachelor-Projekt

Das Seminar zum Projekt dient dazu sich in die theoretischen Grundlagen und bisherigen Forschungsergebnisse (des State of the Art) der Themenstellung Ihres Projektes einzuarbeiten und dazu mögliche Forschungsfragen, die dann im Rahmen des Projektes und der Bachelor-Arbeit behandelt werden könnten, zu spezifizieren. Als letztes Kapitel enthält das Seminar einen Projektplan, wie die Fragestellung zeitlich bearbeitet werden soll (d.h. Zeitplan und Inhalte zum Bachelor-Seminar, dem Bachelor-Projekt und der Bachelor-Arbeit). 

Seminararbeit: ca. 20-40 Seiten im Springer Format (oder einem vergleichbaren) 
Präsentation: 30 Minuten + anschließende Diskussion

Muster:

II) Bachelor-Projekt


Das anschließende Bachelor-Projekt ermöglicht es dem Studierenden eine komplexere Themenstellung der Mensch-Computer Interaktion praktisch zu lösen. Es gibt zwei mögliche Modelle: 

  • Das designorientierte Projekt umfasst die Konzeption und Implementierung eines neuen Interaktionskonzeptes. Die Konzepte (z.B. Szenarien, Personas, Sketches, Story Boards) und technische Umsetzung (z.B. Implementierung, verwendete Algorithmen) werden im Projektbericht beschrieben. 
  • Das evaluationsorientierte Projekt hat die Durchführung einer umfassenden Evaluationsstudie zum Gegenstand. Der Evaluationsgegenstand, das gewählte Evaluationssetting, die Durchführung inkl. der Pilotstudie sind dann Gegenstand des Berichtes. 

Das Bachelor-Projekt muss über folgendes Formular angemeldet werden: Anmeldeformular Bachelor-Projekt

Projektbericht: ca. 20-50 Seiten im Springer Format (oder einem vergleichbaren) 
Präsentation: 30 Minuten + anschließende Diskussion

Muster:

III) Bachelor-Abschlussarbeit

In der Regel führt die anschließende Bachelor-Arbeit die Bachelor-Projektarbeiten weiter.

  • Bei einer designorientierten Bachelor-Abschlussarbeit liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf Durchführung eines Usability Tests (mit ca. 6-8 Benutzern) oder einer Fallstudien (mit ca. 2-4 Benutzern). Hier wird das erstellte Interaktionskonzept praktisch erprobt. Die Erkenntnisse aus der Erprobung bilden dann neben der Studie den inhaltlichen Schwerpunkt der Arbeit. Zusätzlich werden die wesentlichen Ergebnisse des Seminars in Form einer State of the Art Analyse (3-5 Seiten) und des Projektes (d.h. Kurzbeschreibung des erprobten Interaktionssystems, 3-5 Seiten) vorgestellt.

    Typischer Aufbau der Arbeit: Motivation & Fragestellung, Ergebnisse der State of the Art Analyse (mit Verweis auf Seminararbeit), eigenentwickeltes Interaktionskonzept (mit Verweis auf Projektbericht), Studie, Ergebnisse & Schlussfolgerungen, Zusammenfassung & Ausblick.

  • Bei einer evaluationsorientierten Bachelor-Abschlussarbeit liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf der Darstellung und Interpretation der Evaluationsergebnisse. Die sich daraus ableitenden Schlussfolgerungen sind ausführlich darzustellen (z.B. Redesign-Vorschläge, neues Evaluationssetting, neue Fragestellungen). Zusätzlich werden die wesentlichen Ergebnisse des Seminars in Form des State of the Art (3-5 Seiten) und des Projektes (d.h. Kurzbeschreibung des Untersuchungsgegenstandes und des gewählten Evaluationssettings, 5-10 Seiten) vorgestellt.

    Typischer Aufbau der Arbeit: Fragestellung, Ergebnisse der State of the Art Analyse (mit Verweis auf Seminararbeit), Untersuchungsgegenstand & Studiensetting (mit Verweis auf Projektbericht), Ergebnisse & Schlussfolgerungen, Zusammenfassung & Ausblick. 

Thesis: ca. 50-80 Seiten im Springer Format (oder einem vergleichbaren), Video zum finalen Ergebnis der praktischen Umsetzung.

Muster: